Ostrhauderfehn

Mauá

Mabopane

Mitglieder des GoldenYouthClub – einer der Partner in Südafrika - hier im neuen Outfit. Peer-Leader in Winterveldt, nahe Pretoria. (Nov.2011)

Weltwärtsfreiwillige in Deutschland und Südafrika

Unsere Gäste 2011

Neue Freiwillige ab 01.08.11 im MIRANTAO-Projekt:

1. Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr machen: Cara Middendorf, Manuela Ayres (Brasilien)
2. Ein Weltwärts-Jahr machen in diesem Jahr leider nur in Südafrika
(Brasilien erteilt keine Visa derzeit): Zarah Jüstel (Ostrhauderfehn), Waldemar Diener,
Karolin Spohr
3. Ab 2012 gibt es auch die Möglichkeit bei uns ein Europäisches Freiwilligenjahr zu machen.
http://ec.europa.eu/youth/evs/aod/hei_form_en.cfm?EID=6002026543

Unsere ehemaligen FÖJlerinen Janaina und Jaana zu Besuch in Südafrika 2010

„Karolin in Pretoria“ (August – November 2011)

And how is Southafrica so far?
Erster Bericht „Karolin in Pretoria“ (August – November 2011)

Pretoria, 7. November 2011

Hallo meine Lieben,

es ist Zeit für den ersten Bericht über meinen weltwärts-Freiwilligendienst in Pretoria/Südafrika. In den letzten drei Monaten habe ich unglaublich viel erlebt. Einerseits fühlt es sich an, als wäre ich schon viel länger hier, andererseits kommt es mir vor, als wäre ich erst gestern angekommen.

Man könnte denken, dass nach drei Monaten so viel nicht mehr neu sein kann, aber weit gefehlt: Die Menschen hier machen jeden Tag neu, anders und aufregend.

Laerschool Meyerspark Primary

Ich arbeite in einer Primary School, einer Grundschule bis Klasse sieben. Die Schule befindet sich in La Montagne, einem Stadttei“ von Pretoria. Ich gebe Vertretungsunterricht, in dem ich meistens mit den Kindern etwas spiele oder sie Hausaufgaben erledigen können. Da die Lehrer sehr überlastet sind, kommt das recht häufig vor. Manchmal bereite ich Unterrichtsstunden mit einem eigenen Thema vor. Zum Beispiel habe ich mit den Kindern ein Plakat entworfen, wo wir versucht haben, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Südafrika und Deutschland anhand von Textmaterial, das ich mitgebracht habe, zu finden. Das war wirklich sehr interessant, aber auch amüsant. Viele Klischees über Deutschland wie „Bier trinken“ und „reich sein“, sind hier genauso verbreitet wie in Amerika oder anderswo. Da hier allerdings an der deutschen Schule, die hier in der Nähe ist, jedes Jahr ein Oktoberfest stattfindet, wundert mich das nicht.

Eine andere Aufgabe ist, verschiedene Klassen von „Grade 4“ aufwärts Tanzunterricht zu erteilen. Das bedeutet für mich, unterschiedliche Choreographien für verschiedene Altersklassen zu entwickeln. Das ist manchmal ganz schön anstrengend, wenn man den ganzen Tag das gleiche Lied hört oder die Kinder einfach nicht zuhören wollen. Oft sind die Schüler so aufgedreht, dass ich sie nicht unterrichten kann. Das ist allerdings abhängig von Klasse zu Klasse. Grundsätzlich haben die ältesten Schüler die größten Probleme, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren.

Ich versuche eine Beratungsstunde für die Kinder einzuführen, um Probleme und Konflikte nicht nur oberflächlich zu behandeln, wie das hier normalerweise passiert. Ich glaube, das ist generell ein Problem, da viele Eltern Werte wie gegenseitiger Respekt und Disziplin oft nicht vermitteln. Die Schule kann sich leider nicht intensiv um jeden Fall kümmern. Häufig werden die Kinder in der Schule als Bestrafung geschlagen. Damit umzugehen, bereitet mir große Schwierigkeiten. Ich versuche zwischen Lehrern und Schülern zu vermitteln und andere Optionen aufzuzeigen, wie Konflikte friedlich gelöst werden können. Ich hoffe, dass die Beratungsstunde ein Anfang sein kann, die Ursachen für Probleme und Fehlverhalten von Schülern zu verstehen und gemeinsam mit den Kindern an der Verbesserung zu arbeiten.

Im Moment bin ich damit beschäftigt, einen Projekttag zu organisieren, an dem die Kinder spielerisch den Sinn von Gemeinschaftssinn und gegenseitigem Respekt erfahren sollen.

Es ist ein bisschen schwierig, den Plan in die Tat umzusetzen. Grundsätzlich werde ich hier von den Lehrern unterstützt, allerdings wird hier gerne „was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen“ ausgelebt. Dadurch verzögert sich alles und ich mit meiner deutschen Mentalität kann nicht verstehen, warum Entscheidungen die nur ein Ja oder ein Nein erfordern, drei Wochen lang aufgeschoben werden. Das ist etwas, das ich wirklich noch lernen muss. Allerdings gelingt es mir zunehmend besser, geduldig zu sein, da ich „warten auf etwas“ jetzt viel gelassener sehe. Es geht auch nicht anders, da mein Leben hier zur Hälfte aus Warten besteht. Wenn Ihr mich zurückhabt, bin ich bestimmt super geduldig und schlendere nur noch durch die Gegend.

Gleich zu Beginn hatte ich dazu ein passendes Erlebnis. Ich war mit Thabo, einem Aktiven des Letsema Centres, in der Stadt unterwegs und bin zügig durch die Fußgängerzone gegangen. Thabo fragte mich, warum wir Deutschen immer so schnell laufen würden und ob ich vor ihm weglaufen wolle. Ich glaube, diese Eile - ohne links und rechts zu schauen - ist etwas sehr Deutsches oder Europäisches. Mittlerweile schlendere ich durch die Stadt und habe mich angepasst, ist auch eigentlich viel schöner, da man viel mehr wahrnimmt.

Manchmal muss ich sehr lustige Fragen beantworten. Zum Beispiel, welche Tiere es in Deutschland gibt, und ob bei uns auch Krokodile leben. Als ich lachend geantwortet habe, dass wir definitiv keine Krokodile außer im Zoo haben, fragten sie mich ungläubig, ob nicht einmal in unseren Flüssen welche leben.

Monnyth Art House (College)

In der Innenstadt von Pretoria befindet sich das College „Monnyth Art House“, in dem ich einmal pro Woche an den Choreographien für die Schule arbeite. Dort konnte ich viele Kontakte zu Leuten in meinem Alter knüpfen. Mit einigen von ihnen bin ich inzwischen befreundet, wurde zu Familienfeiern und gemeinsamen Wochenenden eingeladen. Besonders toll war für mich eine traditionelle Hochzeit in Limpopo und einer Verlobung außerhalb Pretorias.

Die Stadt selbst ist ein Phänomen für sich, das pulsierende Leben. Grundsätzlich sind fast nur Schwarze und Farbige zu Fuß im Zentrum unterwegs. Ich weiß nicht woran das liegt. Wenn man sich richtig verhält, ist es grundsätzlich sicher. Die Tasche trägt man am besten nach vorne, legt den Arm darüber und hält sie fest, wenn man in eine Menschenmenge kommt. Eigentlich ganz simpel.

Dabei habe ich festgestellt, es sind immer Leute da, die einem helfen, viel mehr als in Deutschland. Bis sich bei uns jemand traut einzugreifen, dauert es ewig. Hier denkt keiner nach, ob die Leute einen dann seltsam anschauen oder nicht. Mich haben einmal drei Männer umstellt und angesprochen. Das war in meiner zweiten Woche und ich hatte Angst, es war wirklich bedrohlich. Ich habe dann laut gesagt, dass ich nicht mit ihnen reden will und schon stand ein Mann neben mir, der die Situation mitbekommen hatte und mich verteidigt hat, bis die Männer weggingen. Wir fahren immer zusammen im Bus und unterhalten uns jedes Mal, wenn wir uns sehen. Sein Name ist Derek und er ist unglaublich interessant. Wir sprechen oft über meine Erfahrungen und Empfindungen hier, es hilft mir sehr, seine Sicht der Dinge dazu zu hören. Das Problem im Umgang von schwarzen und weißen Südafrikanern habe ich ihm auch geschildert, und er hat mir gute Ratschläge gegeben.

Leute kennen zu lernen, ist hier viel einfacher als in Deutschland. Man spricht die Menschen einfach an, die man hier interessant findet.

So passieren viele tolle zufällige Begegnungen, die ich jeden Tag erlebe, ob im Taxi, oder in der Stadt, irgendwo sprechen einen immer Leute an, mit denen man für diesen Moment eine enge Bindung hat. Manchmal weiß man gar nicht wie der andere heißt, und es entwickeln sich spannende Gespräche. Kürzlich hatte ich auf der Rückfahrt vom Township Ga-Rankuwa eine interessante Unterhaltung zum Thema „Apartheid“ mit einer Highschool-Lehrerin.

Ich habe mittlerweile auch Kontakt zu Freiwilligen anderer Organisationen. Es ist toll, sich auch mit ihnen über Erfahrungen auszutauschen. Wir waren zusammen aus und wie immer wurde uns die Frage gestellt: „And how is Southafrica so far for you?“. Diese Frage wird mir jedes mal gestellt, wenn mich jemand fragt, wo ich her komme. Oft merken die Menschen es hier an meinem Englisch, oder wie ich mich verhalte. Denn obwohl ich hier schon lange bin, sind manche Situationen immer noch neu für mich. Ich habe mir schon eine Standardantwort zurecht gelegt, aber manchmal, wie mit der Lehrerin, erzähle ich genauer, was ich beobachte und wahrnehme mit meinen „deutschen Augen“.

Für mich habe ich bis jetzt gelernt, dass ich viele Dinge hier nicht ändern kann, vor allem die Menschen nicht, aber ich kann eine Situation für mich ändern. Ich kann positiver und offener an Konflikte herantreten und mittlerweile auch Dinge als Chance sehen, die für mich früher unlösbar schienen. Ich glaube, ich bin auch geduldiger geworden. Meine Güte, war ich angenervt, wenn ich zu Hause in Deutschland eine halbe Stunde am Bahnhof warten musste. Hier denke ich mir: „Zwei Stunden nur, ach das ist ja nicht so lang.“ Ich improvisiere mehr und akzeptiere Situationen wie sie sind, noch nicht vollkommen, aber ich bin nah dran.

Ich hoffe, dass ich Euch durch meine ganz persönlichen Eindrücke und Schilderungen einen etwas anderen Blick auf dieses aufregende und sehr gegensätzliche Land Südafrika und seine Menschen vermitteln kann. Über Anmerkungen und Kommentare von Euch würde ich mich freuen.

Liebe Grüße aus Pretoria und herzlichen Dank für Eure Unterstützung, denn ohne Euch wäre das hier gar nicht möglich!

Eure Karo

06.10.11 Anfrage aus Namibia von einer Deutschen, die fragt, wie man in Afrika klar kommt?

Sebastian Goettel ehemaliger Weltwärtser antwortet:

Hallo,

für mich selber lief das Jahr sehr gut, ich hatte eine schöne Zeit, habe viel gelernt und werde versuchen, dir mal, zumindest in meinen Augen, die wichtigstens Dinge aufzuzählen.

Ich weiß ja nun nicht, wie lange du schon in Namibia bist, aber ich vermute mal, dass du noch am Anfang deines Aufenthalts dort stehst. Afrika ist für uns erstmal ziemlich neu, nicht unbedingt fremd, aber viele Sachen werden anders gelöst und geregelt, als wir das aus unserem Alltag kennen, das kann verwirrend und manchmal sogar frustrierend sein. Ganz grundsätzlich kann man daher sagen, dass es immer erst besser ist, sich die Situation, dass Geschehen, oder was auch immer, genau anzusehen, bevor man etwas sagt oder tut. Damit meine ich nicht, dass man erstmal die Arbeit liegen lassen sollte, bevor man nicht weiß, wie die Afrikaner arbeiten, aber dass gerade in Problemsituation, die einem als solche erscheinen, es erst einmal wichtig ist zu schauen, warum man dieses oder jenes als Problem empfindet. Beobachten und zuschauen sind also wichtige Bestandteile davon. Das mag im ersten Moment ziemlich abstrakt klingen, es ist aber definitiv einfacher, als es klingt. In meinem Freiwilligenjahr hatten viele meiner deutschen Kollegen Schwierigkeiten sich einzufinden, weil sie vieles mit Deutschland und der europäischen/ deutschen Arbeitsweise verglichen haben, oftmals sind sie sogar in Bereiche vorgestoßen, die sie persönlich überhaupt nichts angegangen sind. Ein gutes Beispiel ist die leider noch häufig angewendete Prügelstrafe in Schulen. Wenn du in einer Schule einen Workshops zum Thema HIV/ Aids machst und siehst wie ein Schüler von einem Lehrer geschlagen wird, ist es nicht deine Aufgabe sofort einzugreifen. Das bedeutet nicht, dass man in diesen Bereich niemals eindringen darf, aber dein Fokus soll erst einmal auf deiner momentanigen Aufgabe liegen. Wenn du danach Interesse hast, dich diesem Thema zu widmen, kann man immer noch über weitere Projekte nachdenken. Mischt man sich in vieles unmittelbar ein, verliert man auch schnell den Überblick und gerät in unnötig viele Konfliktsituationen. Viele Menschen arbeiten in vielen Projekten, es wird viel getan, du trägst einen großen Teil mit deiner Arbeit dazu bei, aber du kannst nicht alles schaffen.
Wichtig zu erwähnen finde ich auch noch, dass man nicht alles für bare Münzen nehmen muss. Nicht nur in Deutschland und Europa wird vieles heißer gekocht als es gegessen wird, auch in Afrika und vermutlich dem gesamten Globus. Abwarten und erstmal schauen wie sich die Dinge entwickeln. Hast du allerdings wirklich mal ein ernstes Problem, dann ist es wichtig, soetwas in Ruhe zu besprechen. Das mag erstmal logisch klingen, aber leider habe ich oft erfahren, dass sich viele Freiwillige nicht daran gehalten haben und mit der Tür ins Haus sind. Afrikaner sind, flach ausgedrückt, stolze Menschen, dass Letzte was sie wollen, ist es, vor allem wenn andere dabei sind, ihr Gesicht zu verlieren. Passe für das Ansprechen von Problemen einen richtigen Zeitpunkt ab, wenn Ruhe herrscht, ihr Zeit dafür habt und lenke das Gespräch langsam aber sicher auf den Punkt. Das mag manchmal nicht so einfach sein und du wirst vermutlich mal in das ein oder andere Fettnäpfchen treten, mir ist das auch oft passiert. Das ändert allerdings nichts an der Grundmethode. Afrikaner sind herzliche Menschen, sie wissen, dass du es nicht böse meinst und verzeihen dir schnell, wenn du es ehrlich meinst.
Beinahe hätte ich es vergessen, dieses einen wichtige Thema - die Sicherheit. Ich bin nun nicht gut über Kriminalität usw. in Namibia informiert, aber was ich dir sagen kann, gilt vermutlich für den Rest des Erdballs. Ich selber war in Südafrika und wir alle kennen diese Horrorgeschichten, vor allem aus Städten wie Johannesburg, wobei eigentlich keiner so genau weiß, was dort abläuft, außer, dass oft geschossen wird. Prinzipiell kann man sicher sagen, dass man nicht jedem blind vertrauen sollte, sich aber dennoch von anderen Menschen Rat geben lassen kann. Wenn du von fünf Leuten aus deinem Arbeitsumfeld hörst, das jene und diese Gegend in Windhoek gefährlich bzw. unsicher ist, dann höre darauf. Willst du trotzdem unbedingt dorthin, dann reise mit Menschen die du kennst und das nicht erst seit gestern. Achte auch ab und zu mal auf dein Bauchgefühl. Befindest du dich in Situationen, in denen du dich unwohl fühlst und sich deine Sinne dagegen streuben, dann verlasse diese.

Da ich keinen Freiwilligenratgeber schreiben möchte und du nun sicherlich auch genug gehört bzw. gelesen hast, belasse ich es jetzt dabei. Ich hoffe ich konnte dir in gewissen Punkten weiterhelfen und wünsche dir einer lehrreiche, aber vor allem schöne Zeit in Namibia.

Liebe Grüße aus München,

Sebastian Göttel

06.09.2011 Nachricht von Zarah aus Ga-Rakua (Südafrika)


Huhu Peers,
ihr fragt euch bestimmt schon alle was ich so in Südafrika mache und ob
ich schon Bekannte getroffen habe. Ich wohne in Ga-Rankua das ist ein
anderes Township in der nähe von Mabopane. Bis jetzt habe ich mich
erst einmal mit Franzi getroffen, die ist ja jetzt aber in
Deutschland. Mit Nkele habe ich auch schon telefoniert getroffen habe
ich sie aber nicht. Das Telefonieren und das
Internet in Südafrika ist sehr teuer. Wenn man telefoniert, bezahlt man
5 Rand pro Minute. Das Internet ist nicht so wie in Deutschland, das
man eine Flatrate oder so hat. Ich musste mir für ca. 40 Euro einen
Internetstick kaufen und auf den muss ich Geld aufladen und
bezahle dann das Internet halt pro kb Voll teuer, aber naja.
Ich wohne hier in einer Gastfamilie wie ihr vielleicht wisst. . Hier wohnen meine Gasteltern, drei ihrer
Enkel und ein Urenkel. Aber meistens sind die anderen Enkelinder und
Urenkel auch hier, so das wir immer ein volles Haus haben. Mein Gasteltern
sind zwar schon etwas älter aber total nett und cool drauf. Mein
Gastvater heißt Steve Moatshi und er hat bis zur letzten Wahl (im Mai)
in Kapstadt im Parlament gearbeitet nun unterstützt er eine Dame die
jetzt im Parlament ist. Mein Gastvater unterrichtet auch jeden Samstag
an einer ,, political school`` des ANC. Meine Gastmutter, Elisabeth,
ist eigentlich den ganzen Tag zu Hause, wenn sie nicht einkaufen oder
Verwandte besuchen ist. Meine Gastschwester, Potjolo (20 Jahre), macht
eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitet in einem Altenheim,
wo fast nur Deutsche und Holländer sind. Meine andere Gastschwester,
Precious ( 30 Jahre), ist leider arbeitslos. Wir beide arbeiten aber
ab diesem Monat zusammen an dem LAPA-Project an der Schule, hier in
unsere Nähe. Sie hat einen Sohn, der 3 Jahre alt ist und Olebogeng heißt.
Er geht jeden Tag in einen
Kindergarten, wo Englisch gesprochen wird. Das Dritte
Enkelkind was hier wohnt heißt Samuel (11 Jahre) und geht noch zur
Grundschule. 5 Klasse. So jetzt wisst ihr schon mal wo ich wohne.
Bilder von meinem Zu Hause sind auch in Facebook, habt ihr vielleicht
schon gesehen oder?
Jetzt erzähle ich mal was ich den ganzen Tag so mache. Von Montags bis
Freitags gehe ich arbeiten. Ungefähr 8 Minuten Fußweg von hier. Der
Verein, wo ich eingesetzt bin heißt Noah und ist ein Aftercare. D.h. zu
uns kommen die Kinder nach der Schule. Es sind AIDS Waisen die bei
ihren Großeltern wohnen oder Kinder wo Eltern einfach
verschwunden sind. Wir kochen für die Kids, spielen mit ihnen, machen
Hausaufgaben, üben Mathe und Englisch, und einige bekommen
eine besondere Betreuung, damit sie den Tod der Eltern besser verarbeiten
können. Ich helfe morgens bei dem Bürokram und beim kochen .
Wenn dann die Kids um halb zwei kommen verteile ich das Essen, spiele
mit Ihnen, nicht so einfach, denn nicht alle sprechen englisch . Die Kinder bringen
mir nun Tswana bei. Bis jetzt lerne ich die
Sprache ganz schnell von Tag zu Tag lerne ich mehr.
Diesen Monat starte ich, ein bis zwei Tage die Woche mit dem Lapa Projekt
an einer secundary
school, mit 65 Schülern . Mal sehen wie das so wird. LAPA ist
eine Abkürzung für Leadership Action for Public Achievment. In diesem
Projekt sollen wir die Jugendlichen stärken, ihnen das Demokratie
Bewusstsein näher bringen. ( eigentlich ist das das was wir als
Peer-Leader lernen). Das ganze Projekt dauert ein ganzes Jahr . Ich bin aber
voraussichtlich, nur die ersten 6 Monate in
diesem Projekt, da ich ab Februar nach Winterfeld zu Johanna und dem
Golden Youth Club gehe.
Wir Freiwilligen werden von MolefeModiese betreut. Er kümmert sich um uns,
wenn wir ein Problem haben.
Die Betreuung hier ist super gut. Eigentlich wollen wir uns
wöchentlich treffen um ein Buch über unser Auslandsjahr und den
Erfahrungen die wir hier sammeln schreiben, aber bist jetzt ist das
nur so eine Idee , mal sehen. Außerdem
haben wir immer den ersten Sonntag im Monat ein Letsema Treffen in
Pretoria und einmal im Monat fahren wir mit dem Letsema Leuten weg um
irgendwas besichtigen.

Nun zu meinen Erfahrungen mit dem Essen und mit dem ,,anders`` sein.
Also wir essen hier in meiner Familie Pub, einige von euch kennen das
( ist ein fester Maisbrei), Reis, Kartoffelbrei, Milchreis, Weißkohl,
Hühnchen, und Ei. In der ersten Woche gab es hier gleich Hühnerfüße!!
Unglaublich, hmmm.... nichts für
mich. Dann gab es auch schon Kuhmagen, Kuhfüße und die Innereien vom
Huhn. Alles nichts für mich. Meine
Gastfamilie ist auch so nett und kocht dann auch
was anderes für mich. Ab und an koche ich dann etwas europäisches
(Spaghetti oder Pfannkuchen) Finden die toll.
Was ich so erlebt habe mit dem ,,anders`` sein
Ich werde immer angestarrt. Klar.
Wenn ich zu arbeit laufe wird mit hinterher gepfiffen, es
wird legoa gerufen (d.h. der weiße Mensch), die jungen Männer fragen
mich immer ob ich mal ein paar Minuten für sie Zeit habe, mache wollen heiraten.
Wenn ich zusammen mit
meiner Gastschwester einkaufen gehe, dann fragen manchmal Leute, ob sie
für mich arbeitet oder ob wir Freunde sind. Wenn sie dann sagt das
ich da wohne dann schauen sie immer ein bisschen komisch. Wenn wir aus
dem Einkaufszentrum raus kommen ist es für mich total schlimm, da ich
von allen Seiten, bestimmt von 10 Menschen gleichzeitig gefragt
ob ich Geld habe, ob ich in ihr Taxi einsteige, wo ich hin will usw.
Ist zwar nicht so toll aber na ja. Alleine darf ich nicht auf die Straße und auch nicht
mit der Taxe fahren
Die Kinder bei Noah haben mich in den ersten Tagen immer angefasst und so, weiß halt.
Gestern hatte ich eine kurze Hose an , dann meinte
meine Gastschwester , man Zarah du bist voll weiß. Lustig
Manchmal ist das Anders sein nicht so toll, jetzt
weiß ich wie sich Menschen mit anderer Hautfarbe in Deutschland fühlen.

Ich habe beim Einkaufen schon Südafrikaner, die während der
Apartheid in Deutschland gelebt, studiert und gegen die Aparheid
gekämpft haben, kennen gelernt. Meine Gastmutter meint,
das in Ga-Rankuwa noch mehrere Südafrikaner leben
die Deutsch sprechen und das auch der Pastor auch ein wenig deutsch kann,
Meine Gastfamilie ist Lutherisch und wir gehen fast jeden Sonntag in die
Kirche. Die Kirche dauert eine gefühlte Ewigkeit, es sind aber nur 2
Stunden. Die Frauen müssen einen Knielangen Rock tragen und die Männer
Hemd und Anzughose. Wenn es das Abendmahl gibt, müssen die Frauen ihren
Kopf bedecken. Trotz unseres gleichen Glaubens ist die Kirche ganz anders
als bei uns.
Was ich noch so erlebt habe
Ab und an ist der Strom für mehre Stunden einfach so weg . Das Ganze ist schon 4 mal
in der kurzen Zeit. Möglicherweise ein defektes Stromkabel. Dann kochen wir auf
einem Petroleumkocher und sitzen alle zusammen bei Kerzenschein
draußen oder in der Stube, wir unterhalten uns oder es wird gesungen .
Ich wollt bestimmt auch wissen ob ich Heimweh habe und ob ich schon
Freunde habe und wie es den andren Freiwilligen geht. Heimweh habe ich
eigentlich immer abends, wenn ich im Bett liege. Ich träume von zu Hause, von meinen Freunden.
Manchmal denke ich ,was die Peerleader wohl gerade machen.
Freunde habe ich hier in meiner Umgebung nicht,
die Leute die bei Noah arbeiten sind einfach viel älter als ich.
Die anderen Freiwilligen sehe ich auch so gut wie nie.
Ab und an kommt Waldemar mich besuchen . Carolin habe ich jetzt in diesem Monat erst zweimal bei den
Meetings gesehen . Sie wohnt etwas über eine Stunde mit dem
Taxi entfernt. Waldemar wohnt 5 Minuten mit dem Taxi entfernt von mir.


So nun reicht es erstmal mit dem Schreiben ich hoffe von euch auch mal
einen Bericht zu bekommen was ihr so macht usw.
Bis dahin lieben Gruß aus Südafrika eure Zarah

AUFGABENBEREICHE FÜR DAS FÖJ

* Assistenz bei der Antragstellung, Abwicklung und Nachbereitung von Nord-Süd- und Jugendprojekten
* Öffentlichkeitsarbeit für die Projekte (Stände, InfoMobil, Presse, Erstellung von Werbematerial)
* Hilfe bei der Betreuung der Jugendgruppen des Vereines, der Betreuung von themenbezogenen Workshops und AGs in der Schule, darunter auch einer Schülerfirma (McMöhre)
* Vorbereitung und Begleitung von Gruppen bei nationalen Exkursionen (Ausstellungen, Kongresse, aber auch Erkundungen)
* Kooperation im BürgerZentrum
* MIT BRASILIEN: Assistenz bei Peer-Leader-Projekten der Partner
* MIT SÜDAFRIKA: Kooperation mit Peer-Leader-Team im Township
* MIT BEIDEN LÄNDERN: Kooperation und Kommunikation mit 6 dt. Freiwilligen im MIRANTAO-Projekt

( „weltwärts-Freiwilligenprogrammes des BMZ)

UNTERKUNFT UND VERPFLEGUNG

* Ostrhauderfehn Unterkunft kann vermittelt, aber nicht gestellt werden.
* Brasilien / Südafrika: Unterkunft kann gestellt werden, Verpflegung in der Schule oder in den sozialen Einrichtungen bei geringer Kostenbeteiligung

BESONDERHEITEN
Es besteht die Möglichkeit, an Begegnungen mit Brasilien und Südafrika in Ostrhauderfehn und in Brasilien und Südafrika teilzunehmen. Es gibt auch die Möglichkeit, einen Teil der Abdienstzeit bei den Partnern in Brasilien oder Südafrika in den Projekten abzuleisten. Dabei sind Sprachkenntnisse erwünscht.

Global Youth Life (Berichte von Mark, Florian, Robert, Jan und Janaina)

März 2011

Mark Schalansky berichtet aus Brasilien:

Shoppen:
Um Kleidung zu kaufen muss man erst einmal in die nächstgrößere Stadt fahren. Diese ist 90 Minuten entfernt. Dort gibt es Einkaufsstraßen im Stadtzentrum und Shopping Center.

Sport:
Wie für Brasilien bekannt, wird hier sehr viel Fußball gespielt. Desweiteren gibt es hier Volleyball, Kampfsport und Tennis. Allerdings gibt es hier kein Vereinssystem wie in Deutschland, sondern es beruht auf freiwilligen Engagement. Sport ist hier jedoch sehr wichtig für jeden, da man hier sonst nichts zu tun hat. In der Schule findet den ganzen Tag Fußball- oder Volleyball statt.

Alltagskommunikation:
Hier in Brasilien werden weniger SMS geschrieben als in Deutschland. Es wird hier sehr viel telefoniert, jeder hat hier ein Handy. Aber meistens wird sich verabredet, wenn man in der Schule oder auf Arbeit ist.

Mobilität:
Die Mobilität ist hier eine schwierige Angelegenheit, da es hier im Gebirge fast nur schlechte Straßen gibt. Es fährt hier dreimal am Tag ein Bus in die nächstgrößere Stadt. Viele fahren hier mit dem Moped. Da wir hier in den Bergen sind, wird hier auch wenig Fahrrad gefahren. Also meistens wird hier mit dem Auto gefahren. Ein Taxi ist hier sehr teuer und wird somit sehr selten genutzt. Eine Zuganbindung für die Personenbeförderung gibt es in Brasilien allgemein nicht.

Hygiene/Toilette:
Es wird hier viel Wert auf Hygiene gelegt, allerdings ist der Standard nicht so hoch wie in Deutschland. Die Toiletten hier sind größtenteils in den Bars, Tankstellen und Schulen echt unhygienisch. Es fehlt meist an Seife oder an Toilettenpapier. In den Gegenden, wo mehr Armut herrscht, ist der Hygienestandart niedriger.

Religion:
Der Glaube an sich ist stärker als in Deutschland. Die meisten sind Katholiken, es gibt aber auch viele Evangelisten hier. Im Amazonas Gebiet gibt es viele traditionelle Glaubenswege.

Charts:
Die Musikrichtungen in Brasilien sind vielseitiger als in Deutschland. Zu einem gibt es, wie in Deutschland auch, die internationalen Charts, zum anderen aber auch Forro, Funk, Pagode, Samba. Je nach Art des Festes wird die Musik variiert. Im großen und ganzen kann man aber sagen, dass es viel mehr brasilianische Musik in Brasilien gibt als deutsche Musik in Deutschland.

Haustiere:
Hier in der Gebirgsregion gibt es hauptsächlich Hunde und Katzen. Fast jeder hat hier mehrere Haustiere. Trotzdem gibt es hier sehr viele wild herumstreuende Hunde.

Kioskkultur:
Kiosk sind hier in Visconde de Mauá sehr stark verbreitet. Es sind meist Bars, Supermärkte und Treffpunkt für alle zusammen. Wenn man aus dem Haus geht, geht man entweder zur Arbeit oder zum Kiosk.

Fast Food:
Die Fast Food Ketten sind ähnlich beliebt wie in Deutschland. Allerdings fehlen hier Dönerläden. Hier in Mauá gibt es keine Fast Food Kette, sondern es wird hier Fast Food in Kiosks und Bars verkauft und verzehrt.

Straßenleben:
Das Leben findet hier größtenteils auf der Straße statt. Meist gibt es hier eine Hauptstraße, wo alle Bars, Kiosks, Restaurants vorhanden sind. An den Feiertagen ist viel los, genauso wie am Wochenende. Während der Woche ist abends nicht viel los, da hier auch die Touristen während der Woche ausbleiben.

Natur/Gartenkultur:
Mauá ist ein großes Naturschutzgebiet. Es liegt mitten im Regenwald und ist bekannt durch seine Wasserfälle, Berge und Blumen und Pflanzen. Viele Touristen kommen deswegen hierher. Hier findet man eine große Tiervielfalt vor. In der Regenzeit führen die großen Regenschauer oft zu Überschwemmungen, was zu Problemen der Infrastruktur und Stromversorgung führt.

Familienleben:
Das Familienleben ist hier ausgeprägter als in Deutschland. Hier ist man jeden Tag bei den Großeltern und der Zusammenhalt ist hier sehr stark. Man hilft sich immer aus. Allerdings herrscht hier sehr viel Langeweile und deswegen ist man oft bei der Familie.

Feste/Partys:
Feste haben hier ein Seltenheitswert. Wenn es allerdings Feste gibt, dann haben sie einen hohen Beliebtheitsgrad. An den Feiertagen ist durch den Tourismus viel los, aber private Feiern finden hier nur ungefähr einmal im Monat statt. Das Leben spielt sich hier in den Bars ab. Discos gibt es hier nur in den größeren Städten.

Cliquen:
Eine so extreme starke Cliquenbildung wie in Deutschland gibt es hier nicht. Hier kennt jeder jeden und redet auch mit jedem. Trotzdem hat jeder seine besten Freunde mit denen er seine Freizeit verbringt.


Dezember 2010

Florian aus Südafrika:
Alltagskommunikation
Hier in Südafrika gibt es definitiv DAS Kommunikationsmittel Nummer
eins: das Handy. Internet und Festnetztelefon gibt es zwar, die werden
aber ziemlich vernachlässigt. Dazu kommt, dass das Internetangebot hier
sehr mager ausfällt, teuer ist und oftmals in begrenzten Konditionen
angeboten wird. Ähnliches gilt für Festnetztelefone, die übrigens häufig
wie das Handy über Prepaidtarife laufen.
Das Handy liefert hier jedenfalls problemlose Kommunikation, besonders
dann, wenn der Strom mal wieder ausfällt. Und irgendein Shop hat immer
geöffnet, wenn man neue "Airtime" (Guthaben) benötigt. Daher gibt es
hier auch eine riesige Vielfalt an Nachlade-Codes, die bereits ab ca.
0,50 € zu haben sind. Und wenn man doch mal nichts kriegt, kann man
kostenlose "bitte anrufen"-Nachrichten versenden. Man kann sogar seine
Telefonnummer nach einem Diebstahl auf eine neue SIM-Karte übertragen
lassen. Es gibt kaum ein Problem, dass hier nicht kurzerhand über das
Handy gelöst wird.

Jan aus Südafrika:
Haustiere
Hinter jedem Zaun, hinter jeder Pforte knurrt ein Hund. Fast jeder, der es sich leisten kann, hat einen, um sein Haus zu beschützen. In den ärmeren Gegenden, den Townships, findet man sie kaum. Dafür gibt es hier jede Menge Kühe, Schafe, Ziegen und manchmal sieht man auch eine Katze.


Robert aus Südafrika:
Armut/ Kontraste in Südafrika
In Südafrika gibt es sowohl große Armut als auch extremen Reichtum. Um diesen Kontrast festzustellen, reicht es schon, wenn man mit einem Minitaxi aus dem township in einen der Vororte von Pretoria fährt. Während es im township laut ist und man Kindern mit Müll, der an den Straßenecken rumliegt, spielen sieht, ist es in den Vororten leise und sauber. Die alten, zerfallen Wellblechhütten sind nicht mehr zu sehen. Dafür kann man hohe Zäune erkennen, hintern denen große luxuriöse Häuser, umgeben von gepflegten Rasenflächen liegen. Verallgemeinern sollte man in Südafrika allerdings nichts. Auch in den innerhalb der townships gibt es krasse Kontraste zwischen arm und reich.

Haushalt/Wäsche
In den südafrikanischen townships wird traditionell und gründlich gewaschen. Die wenigsten Familien besitzen eine eigene Waschmaschine. Dafür haben die Familien außerhalb des Hauses ein Becken, in dem die Wäsche mit der Hand gewaschen wird. Über dem Becken ist ein Wasserhahn, aus dem kaltes Wasser fließt. Einen Wäschetrockner benutzt niemand, da die Sonne nahezu jeden Tag scheint und man die Wäsche für ein paar Stunden aufhängen muss. Sollte man vergessen die Wäsche vor dem Abend abzuhängen, kann es vorkommen, dass sie unangenehm nach Rauch riecht, da viele Familien abends ein Feuer machen.

Fastfood
In Pretoria gibt es unzählige Fastfood-Restaurants. Wie auch in Deutschland gibt es hier viele Mc Donald`s. Ansonsten ist Kentucky Fry Chicken, Chicken Licken und Steers, ein Fastfood-Restaurant in dem man ebenfalls Bürger bestellen kann, beliebt. Im Gegensatz zur Stadt gibt es in den townships nur wenige Restaurants der großen Fastfoodketten. Stattdessen gibt es viele kleine Straßenshops, in denen man ab 7 Rand (0,70 Euro) Spathlo, einen typisch südafrikanischen township Bürger bestellen kann. Ein anderes, günstigeres township Gericht ist spaizozo, ein Mix aus Fisch, Bohnen, Spaghetti und Atchar, einer scharfen Würzmischung aus Mango, Knoblauch, Pfeffer und Öl.Für gewöhnlich isst man es zusammen mit Brot.





Robert, Jan und Florian in Südafrika

Janaina FÖJler aus Brasilien in Norddeutschland
Essen /fast food

Die Grundlage der Ernährung sind hier Kartoffeln, wir in Brasilien haben Reis und Bohnen.  Kartoffeln werden  in jeder möglichen Weise vorbereitet und gibt es fast jeden Tag.
Es wird auch viel Wurst gegessen, z.B. die berühmte Bratwurst, mit Brot, Mayonnaise oder Ketschup. Klar ist es auch es gibt hier sehr viel Cola zu trinken. Dies findet man in der Ecke. Hier ist es leicht dicker zu werden. Ich war hier im Mc Donalds und es war mehr als in Brasilien.
 
ARMUT

Bis jetzt habe ich Armut wie in Brasilien gibt nicht gefunden,
in der Regel haben Migranten hier die schlechtesten Chancen einen Job zu finden,
aber die Regierung hilft mit Geld den Menschen ohne arbeiten oder mit finanziellen Problemen.
Eine Familie die ich in Deutschland kennengelernt habe, nimmt diese Hilfe in Anspruch. Sie leben in einem großen Haus und haben Fernseher, Computer und Internetanschluss.  
Aber sie haben trotzdem nicht so viel Geld um sich zwischen durch mal irgendetwas zu kaufen außer Lebensmittel.
Es ist schwer zu vergleichen, denn hier gibt es eine andere Realität und andere Probleme.
Aber extreme Armut kann man hier nicht durchs Fenster sehen.

Mobilität, Fahrräder, Taxi, Auto, Zug
Für jemand der in Deutschland lebt, ist ein Fahrrad undverzichtbar. Es wird intensiv genutzt und es macht auch noch Spaß weil es hier im Norden keine Berge gibt. Interessant sind auch die Parkplätze für Fahrräder, an Schulen und auch Supermärkten. Taxis hier sind sehr teuer. Da kann man sie besser mit mehreren Personen teilen, z.B. gibt es 8er Taxis wenn man irgendwo hinfahren will. Die jungen Leute können mit 17 Jahren ihren Führerschein machen und dann in Begleitung einer Erwachsenen fahren und lernen. Dann wenn sie 18 Jahre sind können sie alleine fahren und bekommen meistens zu ihrem Geburtstag ein eigenes Auto. Der Führerschein in Deutschland ist zum Vergleich in Brasilien sehr teuer. Die Zugverbindungen sind hier sehr gut. Man kommt eigentlich überall gut hin. In den Städten gibt es auch U- und S-Bahnen sie sind in der Stadt besser als mit dem Auto zu fahren. Dazu sind sie sicher und pünktlich.


Toilette
Eines der seltenen Dinge des täglichen Lebens findet man in deutschen Badezimmern, das Toilettenpapier kommt in die Toilette, dies gibt es in Brasilien nicht. Dort kommt es in den Mülleimer sonst verstopft vielleicht die Toilette da die Rohre dort nicht so groß sind. In Deutschland duscht man wohl nicht so oft als im warmen Brasilien, aber das ist auch sehr unterschiedlich. Manche duschen oft und manche weniger. In den meisten Häusern gibt es Badewannen. Aber man badet trotzdem nicht so oft.


Natur.etc

Hier im Norden Deutschlands ist im  Gegensatz zu dem südlichen Deutschland alles flach
hier gibt es nur einen Berg und das ist der große Müllberg wo Müll gesammelt wird.
In der Landschaft gibt es viel Windräder und Windmühlen die die Landschaft etwas verschönern.
Kanäle die gebaut wurden machen die Landschaft hier noch schöner und im Winter kann man da schön Schlittschuh laufen und im Sommer schön Boot fahren.
Nun in der Winterzeit sehen die Bäume hier wunderschön aus, es ist alles weiß. Doch es ist sehr kalt, aber trotzdem wunderschön.


Peer Projekte 2010 in Mauá (Brasilien)

Gaia: Die Gaia-Gruppe beschäftigte sich mit den Problemen des Abfalls. Sie versuchten den Müll zu separieren um auf das Problem des Recyclen aufmerksam zu machen. Dieses Projekt hat jedoch nicht wirklich funktioniert. Des Weiteren hat die Gaia- Gruppe ein Projekt auf die Beine gestellt wo sie die Flüsse in der Region untersucht haben. Dafür entnahmen sie Wasserproben aus verschiedenen Stellen der Flüsse und schickten sie in ein Labor. Sie wollten mehr über die Hygiene der Flüsse, zum Beispiel den pH Wert und Bakterien wissen. Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit Bäumen. Ein jeder der Gruppe suchte sich ein Baum, der typisch ist für diese Region aus und erarbeitete eine Präsentation über diesen Baum. Anschließend wurden die Präsentationen vorgestellt und in der Gruppe ausgewertet.
 
Globoscout: Die Globoscout Gruppe beschäftigte sich mit der Region. Sie starteten eine Umfrage über die Herkunft der einzelnen Personen, über den Bildungsstand, über die Wohnverhältnisse und über die Religion. Insgesamt nahmen 652 Personen an der Umfrage teil. Das Ergebnis wurde tabellarisch niedergeschrieben. Auch beschäftigte sich die Globoscout Gruppe mit Brasilien. Die Gruppe wurde in kleine Gruppen aufgeteilt und jeder bekam eine Region aus Brasilien um die Besonderheiten und Unterschiede zu anderen Regionen herauszustellen. Am Ende des Schuljahres wurde alles zusammengetragen und in einem Klassenzimmer für die Schule vorgestellt zusammen mit einem Video über Brasilien, was die Gruppe auch erarbeitet hatte. Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit Symbolen. Sie beschäftigten sich mit der Herkunft und Bedeutung von verschiedenen Symbolen, zum Beispiel Jing und Jang oder den Davidstern. Es wurde in einer Power-Point Präsentation vorgestellt.
 
Love Life: Hierzu teilten sich die Schüler in mehrere kleine Gruppen auf und jede Gruppe schrieb selber Theaterstücke zum Thema Aufklärung und Pubertät, welche sie in den Grundschulen vorstellte.
 
Multimedia: Diese Gruppe erstellt Steckbriefe in Deutsch, Englisch und Portugiesisch. Dies sollte für einen Briefaustausch mit den anderen Ländern genutzt werden und auch hatte man so einen Überblick welcher Peer in welchem Projekt tätig ist.
 
Theater: Einmal die Woche hat sich eine Gruppe getroffen, die ein Theaterstück einstudiert haben und in Grundschulen vorgestellt haben. Zum Ende des Schuljahres wurden die Theaterstücke auch im Kulturzentrum vorgestellt.
 
Percussion: Einmal die Woche gab ein ehemaliger Schüler der Schule Trommelunterricht